Analysen und Gutachten
Erstellung von Analysen und Gutachten zu Sprachproduktionen
aller Art
- im Bereich aller Anwendungen der Forensischen Linguistik:
- Sprach-, Stimm- und Schriftgutachten aller Art,
z. B.
- Urheber-Profile anhand der Sprache und Stimme
(Autoren- und Sprecher-Erkennung),
- Gutachten zu anonymen Schrift- und Audio-Erzeugnissen
- Autorschaftsbestimmungen bei beweiserheblichen
und/oder streitbefangenen Schriftstücken (gerichtliche
Textvergleichung, Linguistische Prüfung von Dokumenten,
z.B. auf Echtheit)
- für juristische Zwecke (Gutachten zu rechtlich relevanten
und rechtlichen Formulierungen und Äußerungen
- zu Unternehmensbezeichnungen (Produkt- und Markennamen,
insbesondere zu Wort- und Hörmarken bei Verdacht auf Verletzung
von Markenrechten)
Die drei Zugriffsweisen zu anonymen Autoren
Sprachwissenschaftlich-philologische Analyse
Der Begriff „Autorenprofil“ wurde in Anlehnung an „Täterprofil“
gebildet. Beim Täterprofil wie auch beim Autorenprofil im
engeren Sinne besteht die Aufgabe des sprachwissenschaftlichen
Gutachters darin, herauszufinden, in welchen sozialen Kreisen
oder Berufsgruppen der Autor zu suchen ist, ob er einen
Dialekt spricht oder Ausländer ist, wie groß seine stilistischen
Fähigkeiten sind, ob er einen bestimmten Wortschatz bevorzugt,
ob man auf eine bestimmte Bildung oder bevorzugte Tätigkeit
des Autors schließen kann und dergleichen mehr.
Das Ergebnis einer solchen sprachwissenschaftlichen Untersuchung
im engeren Sinne mag in vielen Fällen etwas unbestimmt bleiben,
die Analyse kann keine völlig gesicherten Ergebnisse, allerdings
ganz wesentliche Hinweise bzw. Anhaltspunkte geben. Äußerst
ist hilfreich ist sie aber bei der Entlastung unschuldiger
Personen.
Sprachprofiling
Durch Sprachprofiling erhalten Autorenprofile eine breitere
Basis, da nicht nur auf die klassischen Methoden der qualitativen
und quantitativen Sprachwissenschaft, sondern auch auf die
Kommunikations- und Motivationspsychologie zurückgegriffen
wird.
Was ist Sprachprofiling?
- Erstellen von Basis-Profilen von Personen durch die
Analyse ihrer sprachlichen Äußerungen
- Analyseobjekte: Texte
Im Gegensatz zu dem enger gefassten Autorenprofil, das
mit sprachwissenschaftlich-philologischer Methodik individualstilistische
Details fokussiert, erfasst das „Basis-Profil“ auch die
Wahrnehmungsdominanz und die dominante Grundmotivation eines
Sprach-produzenten.
Unsere Haupt-Wahrnehmungskanäle
-
Sehen: visueller
Kanal
-
Hören: auditiver
Kanal
-
Fühlen: taktiler
Kanal
Ist z. B. ein Verdächtiger nicht der Urheber eines zuzuordnenden
Schreibens, dann lässt sich das häufig schon in einem relativ
frühen Analysestadium durch Abgleich der Wahrnehmungsdominanzen
feststellen. Unter den Wahrnehmungskanälen, mit denen wir
Information aufnehmen und Erfahrung abspeichern, ist einer
besonders ausgeprägt, dominant. Die Wahrnehmungsdominanzen
verteilen sich in Deutschland allgemein etwa folgendermaßen:
Sehen: 55% Hören: 30 % Fühlen: 15 %.
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